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  Der Westernsattel...

Der Westernsattel, seine Entwicklung und Aufbau

Der Westernsattel - gerade für Umsteiger oder Neuanfänger tut sich hier eine unübersichtliche Flut von Modellen, Größen, fremdartigen Ausdrücken und, leider auch, teils schlechter Beratung auf. Die Idee, ein Wenig Ordnung und Übersicht in diesen Dschungel zu bringen, ging der Umsetzung dieser Rubrik voraus. Es soll hier eine Informationsquelle geschaffen werden, die aufzeigen soll, auf was beim Sattelkauf und beim Gebrauch beachtet werden sollte, welche Satteltypen sich für welche Zwecke eignen und natürlich auch, was man im Einzelhandel eher schlecht bekommt: Eine objektive Beratung. Vorweg möchte ich aber gleich sagen, Finger weg von billigen Sätteln. Der Markt ist überschwemmt von billigen, schlecht verarbeitenden Sätteln, die eher nicht zum Reiten geeignet sind, sondern eher als Barhockersitzfläche eingesetzt werden sollten. Wenn Sie sich einen neuen Sattel kaufen, investieren Sie mind. 600 € bei einem neuen Sattel, nur ab diesem Preisgefüge kann die Qualität auch in die Realität umgesetzt werden. Wenn Sie das Geld für einen neuen Sattel nicht haben, kaufen Sie sich einen gebrauchten Sattel, der ehemals neu um die 600 € bzw. 1200 DM gekostet hat.

Der Westernsattel ist gegenüber dem englischen Sattel stabiler verarbeitet. Ob nun Bügel, Bügelleder, Gurtung, Rückenlehne, Sitzfläche, all das ist bei einem guten Westernsattel so gefertigt, dass er ein Leben lang halten sollte. In der Praxis ist dieser Unterschied natürlich in der Lebensdauer zu bemerken, aber auch beim Reiten hat man im Westernsattel einen sichereren Sitz als im Englischsattel. Die Bügel hängen ruhiger weil schwerer und breiter, der Fuß kann im breiten Bügel sicherer Halt finden. Das Horn bietet auch nach vorne hin eine Beschränkung, die gerade für Anfänger sehr hilfreich ist und auch mal als Haltegriff dienen kann.

Der Komfort für Pferd und Reiter ist einer der wichtigsten Unterschiede, was aber sicherlich auch seinen Grund im Ursprung beider Reitweisen findet. Der Westernsattel war ein Arbeitssattel, für 12-18 Stunden tägliche Arbeit auf dem Pferd konzipiert, hingegen ist der englische Sattel ein reiner Sportsattel. Aus den über Jahrzehnte gesammelten Erfahrungen der Cowboys entstand mit der Zeit ein Sattel, der genau diesem Anspruch entsprach. Der Sattel ist trotz seines hohen Gewichts angenehmer für das Pferd. Der Sattel liegt besser auf, das Gewicht wird durch die größere Auflagefläche besser auf dem Pferderücken verteilt. Die Gurtung, früher ganz ohne Metall, nur mit einem Ledergurt, der am Sattel mittels Krawattenknoten befestigt wurde,  entspricht heute der Methodik des Falschenzugs und ist einfach zu handhaben. Lange Riemen, die am Sattel befestigt sind, bieten die Möglichkeit, verschiedene Dinge, wie Pulli, Jacke, Satteltaschen, etc. in Kürze am Sattel zu befestigen

Nun hört man generell Vorurteile, die den Westernsattel immer wieder, unbegründerterweise, in Verruf bringen. So wird, beispielsweise behauptet, im Westernsattel könne man nicht leicht traben. Hier muß man dazu sagen, in der ursprünglichen Texanischen Reitweise existiert kein Leichter Trab. Besonders die EWU legt aber in Ihrer Abzeichenprüfung besonderen Wert auf Leichten Trab...ich möchte sagen, es ist nicht im Sinne des Erfinders, aber möglich. Ein weiteres Vorurteil lautet, man könne Dressur nicht in einem Westernsattel reiten. Absolut schwachsinnig! Wer bei einer Reining oder einer Horsemanship Pattern einmal zugeschaut hat, wird es selbst gesehen haben.

 

Geschichte des Westernsattels

Die Vorläufer des Westernsattels wurden von den spanischen Eroberern nach Amerika gebracht. Noch heute weißt der Westernsattel, vor allem Old Style Modelle, Ähnlichkeiten mit dem europäischen Rittersattel auf. Das Cantle, also die Rückenlehne ist besonders hoch und verleiht einen festen Sitz, während die vordere Begrenzung beim Rittersattel eine rechteckige Form aufwies, entwickelte sich in USA daraus durch die Rinderarbeit das Horn, an dem man das Lasso befestigen konnte. Die Sättel, die im 18. und 19. Jahrhundert gefertigt wurden, waren ganz aus Holz und Leder, ohne Metallteile gefertigt. Erst später wurde das Horn teils durch Metall ersetzt und auf dem Sattelhorn verschraubt. Auch Bügel aus Metall und Conchos sind eher eine mordernere Interpretation des Westernsattels. Heute findet man auch Sättel mit Kunststoffbaum, die alte Form des ursprünglichen Westernsattels ist im Prinzip durch Entstehung des Westernreitsports verloren gegangen. Jede Disziplin stellt verschiendenste Ansprüche an Pferd und Reiter, die Sattelbauer weltweit zum Anlaß genommen haben, die Sättel für bestimmte Disziplinen weiterzuentwickeln und auf eben diese Ansprüche abzustimmen. So würde ich beispielsweise behaupten, dass eine Reining in einem Old-Style-Sattel eher schlecht zu reiten ist, weil a.) die Steigbügelaufhängung beim Reiningsattel weiter vorne liegt,und b.)  der Platz in der Sitzfläche nicht ausreicht, um die Gewichtshilfen ausreichend geben zu können. 

Kommen wir noch zu den Nachteilen gegenüber dem englischen Sattel: Das Gewicht ist um einiges höher als beim klassischen Englischsattel. Natürlich hat das höhere Gewicht auch seinen Grund, ist aber von machen Personen einfach viel schwerer auf ein Pferd zu hiefen als der klassische Sattel. Der Preis ist ein weiterer Unterschied, der hier einen klaren Nachteil für den Westernsattel aufweist. Es ist aber schlichtweg nicht möglich einen guten Westernsattel zu bauen, der preislich einem Englischsattel entspricht. Das wäre ungefähr so, als würde man einen Mercedes für den Preis eines Smarts bauen. 

Satteltypen

Wie schon angesprochen gibt es verschiedenste Satteltypen für die Westernreitweise. Jeder Satteltyp eignet sich für spezielle Einsatzbereiche. 


Der Reiningsattel
hat ein recht niedriges Horn, dass die Zügelführung problemlos ermöglicht, der Schwerpunkt der Bügel ist auf die Schenkelhilfegebung ausgelegt, die Sitzfläche ist meist groß, um die Gewichtshilfen gut geben zu können, die Rückenlehne ist eigentlich ist nicht steil sondern nur ein wenig erhöht, um dem Reiter z.B. beim Sliding Stop noch ein wenig halt zu bieten. Der Reiningsattel ist von seinen Eigenschaften her ein Sattel, der sich hervorragend eignet Pferde ausbilden und mit Ihnen zu arbeiten, auch für andere Disziplinen ist der Sattel zu gebrauchen. Jedoch bei Roping und Cutting hören seine Allroundereigenschaften auf.Der Sitz sollte einen engen Kontakt zum Pferderücken bieten. Eine Sitzmulde sollte im hinteren Sitzbereich eingearbeitet sein..


Der Cuttingsattel
hat einen sehr flachen Sitz ohne Sitzmulde, jedoch ist der Vorderaufbau, also Horn inc. Forks so hoch, das die Zügelführung nicht mehr einwandfrei gewährleistet werden kann. Beim Cutting darf der Reiter dem Pferd keine Hilfe geben und sich nur am Horn festhalten, hierfür ist er perfekt geeignet.


Ein Ropingsattel
  hat ein stabiles Horn, was die Arbeit mit Lasso ermöglichen soll. Bei Reining-Cutting- oder auch Barrel Racing Sätteln ist das Horn so gebaut, dass man unmöglich eine Kuh mit dem Lasso daran befestigen könnte. Das Horn würde abbrechen. Hier ist aber die Theorie der Praxis mal wieder voraus. Ich habe schon Roping-Events gesehen, an denen das Sattelhorn fest am Sattel blieb, aber der Sattelgurt riß.


Der Barrel Racer
ist ein Sattel mit wenig Gewicht. Der kurze Sattel ermöglicht dem Pferd schnelle, enge Volten zu reiten, ohne es an den Flanken zu behindern.

Der Old Timer  ist ein Sattel, der sich durch seine historische Vorgeschichte ausgezeichnet für Wanderritte oder längere Ausritte eignet. Die Hilfegebung zu einem wirklichen Training ist mit diesem Sattel aufgrund seiner Form eher nicht möglich.

Der Aufbau

Die Herstellung und die genaue Bezeichnung der Teile des Westernsattels sind in Deutschland immer noch recht wenig bekannt, gerade für Anfänger ist es recht schwer, sich die Bezeichnungen einzuprägen. Vorab eine Grafik mit Beschriftung: 





Der Sattelbaum:

Kernstück eines jeden Westernsattels ist der Sattelbaum, der Tree, der aus Holz gefertigt und mit Rohhaut bespannt wird. Heutzutage kommt es vor, dass diese Sattelbäume auch aus Kunststoff gefertigt werden, Sie sind erheblich leichter, Kenner ziehen aber immer noch den Holzbaum vor. Roper bevorzugen zwecks der besonderen Beanspruchung einen immer einen Holzbaum, dieser sollte aber doppelt mit Rohhaut überzogen sein. Der Holzbaum wird aus mehreren Teilen zusammengeleimt. Die Fork, die beim Arbeitssattel besondere Stabilität aufweisen muss, weil sie dem Zug des Rinds standhalten muss, wird aus mehreren Holzschichten zusammen geleimt. Die Bars, die Unterseiten des Sattels, die auf dem Pferd aufliegen werden mit der Fork verleimt, anschließend wird mit gleicher Verfahrensweise das Cantle aufgesetzt. Das Horn wird mit der Fork verschraubt und ist meist aus Metall. Anschliessend wird der Baum dann mit nasser Rohhaut überzogen, die beim Trocknen schrumpft. Durch den Zug, die die Haut so auf den Sattelbaum ausübt, erhält er seine Stabilität. Anschließend wird für die Sitzfläche eine Formstahlplatte auf den Baum aufgebracht, die mit Leder überzogen Ihre Festigkeit erhält. Es gibt 3 geläufige Baumarten, diese sind an den Winkelungen der Bars ersichtlich und beziehen sich auf die spätere Passform des Sattels. Regular bedeutet, sind in einem Winkel für schmalschultrige Pferde angeordnet, Semi beschreibt die Passform für das durchschnittliche Quarter Horse Gebäude und Full Quarter für ein massiges Quarter Horse Gebäude mit wenig Widerrist.

Die Entwicklung des Westernsattels

Die Fork

Forks gibt es in diversen Ausführungen. Die historisch früheste Form ist wohl die A-Form  die keine Swells, also seitliche Wölbungen nach aussen, besitzt. Der Grund hierfür war, dass die ersten Forks aus Astgabeln geschnitzt wurden, was Ihnen dann wohl auch zu ihrem Namen verholfen hat. Um beim Zureiten von Pferden mehr halt zu haben, wurden Jacken oder andere Textilien hinter die Fork geschnürt, um einen sichereren Sitz zu gewährleisten. Aus diesem Notbehelf entstanden die sogenannten Bucking Rolls, die ebenso wie die Jacken aufgeschnürt wurden. Der nächste Schritt in der Evolution war diese Bucking Rolls in den Sattel zu integrieren. Die breiten Swells waren geboren  Generell ist bei im Platz- oder Hallentraining stehenden Pferden ein niedrige Fork besser, da man so die Hand schön tief halten kann. 

Das Horn

Auch beim Horn ist darauf zu achten, dass es eine niedrige Zügelhaltung ermöglicht. Weiterhin ist darauf zu achten, dass wenn mit einem Rind gearbeitet wird, kein anderer Sattel als ein Roper zum Einsatz kommt 

Das Cantle

Oldtimer Sättel hatten meist sehr hohe Cantles, welche zwar dem Reiter einen festen Sitz ermöglichen, aber in der Praxis bei verschiedenen Trainingsteilen einfach hinderlich sind, da die Bewegungsfreiheit zu sehr eingeschränkt wird. So war das Cantle ursprünglich 4-5 Zoll hoch. Das Cantle beeinflusst den Sitz des Reiters durch die Winkelung, in der es in den Sattelbaum eingesetzt ist. Ein steil gestelltes Cantle kann für den entspannten Sitz hinderlich sein, ein flaches stört zwar nie, aber bietet auch nicht den notwendigen Halt.

Die Sitzlänge

Die Sitzlänge ist ausschlaggebend für einen guten und korrekten Sitz im Sattel. Hier ist eine Abhängigkeit zwischen Sitzlänge und Körpergrösse des Reiter zu erkennen. Ist die Sitzlänge im Verhältnis zum Reiter zu lang, wird der Reiter automatisch die Beine nach vorn strecken, ist Sie zu kurz, wird er die Beine nicht vernünftig unter sich bringen. Deshalb sollte wie folgt die Sitzlänge gewählt werden:

1,60 m Körpergröße                  =     14 Zoll

1,70 m Körpergröße                  =     15 Zoll

1,80 m Körpergröße                  =    16 Zoll

 

Die Rigging

Im Gegensatz zum Sattelbaum, den wir im Normalfall nicht zu Gesicht bekommen, sieht man die Rigging, also die Fassung zum Befestigen der Gurtung am Sattel in jedem Fall.  Die durchschnittliche Rigging ist direkt am Sattelbaum mit kräftigem Leder und massiven Schrauben befestigt. Sollte die Rigging geklammert oder genagelt sein, vergesst den Sattel. Bei Sätteln, an denen die beiden Ringe mit einem extra Leder auf dem Skirt eingearbeitet sind, also eine für den vorderen und eine für den hinteren Gurt, nennt man Full Double Rigging . Hierbei baut die Rigging aber unter Umständen unter dem Steigbügelleder auf. Die Inskirt Rigging ist die Art, die sich langfrisitig durchsetzen wird. Hier sind Rigging Ringe in das Skirt eingearbeitet und werden nicht unangenehm dick unterm Bein. Es gibt  verschiedene Positionen, an denen die Rigging angebracht sein kann, die Position wirkt sich direkt auf die Passform des Sattels aus. Die Full Double Position beschreibt die Rigging direkt unter der Fork, bei dieser Rigging sollte darauf geachtet werden, dass zusätzlich mit hinterem Buchgurt geritten wird, daher Full Double. Die Center Fire Position beschreibt die Rigging direkt mittig unterm Sitz. Alle anderen Position, also die 7/8, 3/4 und 5/8 Postion liegen zwischen Full Double und Center Fire. Geschichtlich kommt die Full Double Position aus Texas und den Staaten östlich der Rocky Mountains, an der Westküste und in Kalifornien ritt man eher mit den mehr mittigen Position. Heutzutage kann man aber eines Sattels Herkunft nicht mehr an der Rigging erkennen, da in allen Landesteilen alle Riggings eingesetzt werden, die Tendenz geht aber stark in Richtung Double Fire, weil diese Rigging eigentlich bei allen Pferden eingesetzt werden kann. Ein Pferd mit Bauch hingegen kann mit der Center Fire Position nur schlecht geritten werden, weil der Sattel durch die Bauchform schnell nach vorn rutscht.

 

Die Covers

Alle Abdeckungen aus Leder, mit denen Sattelbaum, Rigging, und Grundsitz verkleidet werden, nennt man Covers. Man sollte darauf achten, dass für die Covers erstklassiges Leder verwandt wurden, der Rest ist Geschmacksache. 

 

Die Skirtings

Hier sollte schon dickes Leder verwandt worden sein. Die Skirtings halten so besser Ihre Form, ob die Kanten nun gerundet oder wirklich eckig sind, ist vollkommen egal. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Skirting das Pferd an den Hüfthöckern nicht stört und dass die Skirting nicht insgesamt zu lang für den Pferderücken ist. 

Das Horn

Normalerweise ist das Horn mit Sattelleder verkleidet. Zusätzlichen bietet häufig eine Umrandung mit Rohhaut. Als Alternative sind auch Verkleidung mit geflochtener Rohhaut möglich. Roper stellen höhere Anforderungen an Ihr Horn. Sie umwickeln es zusätzlich mit Latigo Leather, als dem Leder des Sattelgurts, da es nicht hart wird und nicht geölt zu werden braucht. Andere schwören wiederum auf eine Umwicklung mit Maultierleder, was als besonders dauerhaft gilt. Echte Dally Roper hingegen wickeln noch zusätzlich einen Strick und darüber einen Streifen von einem Autoschlauch. Hierdurch wird das Horn nicht nur geschützt, sondern die Oberfläche verhindert zusätzlich ein zu leichtes Durchrutschen der Wicklungen des Lassos.

 

Die Fork

Die Fork wird meist mit Sattelleder überzogen, bei besonders beanspruchten Sätteln wird Sie mit Rohhaut verkleidet.

Das Cantle

Das Cantle kann auf zwei verschiedene Arten zum Finish gelangen. Entweder in der Straight Bound Form, die man im Prinzip als Abdachung nach hinten bezeichnen kann. Die Cheyenne Roll ist eine modernere Erfindung, welche aber tatsächlich keinen Nutzen hat. Sie scheint aber optisch ansprechender als die Straight Bound Form zu sein, da ca. 4/5 der Sättel die heute gefertigt werden, eine Cheyenne Roll eingesetzt hat. Das Cantle wird normalerweise mit Sattelleder überzogen, aber auch hier gilt, für arg beanspruchte Sättel sollte man darauf achten, dass es mit Rohhaut eingefasst ist.

Die Jockeys

Die Jockeys, also die zusätzlichen Abdeckungen auf dem Skirt des Sattels, entstanden langsam aus optischen sowie aus praktischen Beweggründen. Die Rigging lag bei den Ur-Sätteln frei, Sie wurde erst nur mit den seitlichen Jockeys abgedeckt, daraus entstanden dann zwecks der Optik zusätzlich das Front und das Back Jockey. Heute kommt es vor, das Back-, Side-, und Frontjockey aus einem Stück Leder gefertigt sind.

Das Sitzleder

Das Sitzleder kann aus Glattleder oder Rauhleder gefertigt sein. Möchte man möglichst fest auf dem Sattel "kleben", sollte man zu letzterem greifen. Das Glattleder ermöglicht ein leichtes rutschen im Sattel. Das Sitzleder kann gepolstert oder direkt auf der Metallsitzform angebracht sein. Wenn der Sattel gepolstert ist, sollte man darauf achten, dass die Polsterung qualitativ in Ordnung ist. Manche Polsterungen lösen sich mit der Zeit und bilden dann Knubbel auf der Sitzfläche, was das reiten auf diesen Sätteln dann echt unangenehm werden lässt.

Bügelriemen und Fender

Die Bügelleder werden über die Bars des Sattelbaumes geführt und dort befestigt. Gute Sättel haben in den Bars eine Aussparung, durch die die Bügelleder geführt werden können ohne Aufzubauen. Die Bügelleder sind in verschiedenen Breiten erhältlich. Grundsätzlich ist zu sagen, dass breitere Bügelleder auch mehr Reibung unter Skirt und Sitz verursachen, für eine optimale Bewegungsfreiheit des Bügelleders sollte man also ein schmaleres Bügelleder wählen, wie es hauptsächlich bei Cutting- und Reiningsätteln eingesetzt wird. Die Justierung der Bügelriemen geschieht heute über sogenannte Buckles, Metallverschlüsse, die es ermöglichen innerhalb von Sekunden die Steigbügellänge zu verändern. Old Timer Sättel hingegen wurden mit Lederriemen justiert, die durch die Lochungen des Bügelriemens geführt wurde. Am Bügelriemen nach aussen hin befestigt findet man den Fender, ein Seitenblatt, dass das Reiterbein vor Pferdeschweiß schützen soll. Auch hier gilt die berühmte Faustregel: Je schlanker der Fender an der Stelle, an der unter dem Side Jockey verschwindet, um so mehr Bügellederfreiheit hat der Sattel.

 

Die Steigbügel

Auch bei den Steigbügeln sind Form, Gewicht und Ausführung nicht zu vereinen. Standardmäßig bekommt man meist Holzsteigbügel die mit Sattelleder verkleidet sind. Breite Steigbügel  werden von Ropern aber auch der breiten Masse der Westernreiter bevorzugt. Sie sind sehr bequem und lassen sich gut reiten. Jedoch bergen Sie auch tatsächlich Gefahren: Sie sind meist so groß, dass es trotz Absätzen passieren kann, dass der Fuß soweit durchrutscht, dass man im Falle eines unfreiwilligen Abstiegs, im Bügel hängen bleibt. Daher sollten solche Bügel möglichst mit Tapaderos ausgestattet sein. Diese ledernen Steigbügelverkleidung verhindern, dass der Fuß über ein bestimmtes Maß in den Steigbügel rutscht. Schmale Steigbügel  werden häufig von Cuttern und Bukking Horse Ridern benutzt. Sie sind meist auch noch rund und aus Metall, man schiebt den Fuß bis zum Absatz in den Bügel. Sie verführen durch Ihre Form zum lockeren baumeln lassen der Beine, sind aber für Reiter, die Sie nicht gewohnt sind, unbequem zu reiten. Sie führen auch dazu, dass die Hacke anstatt nach unten nach oben gezogen wird.

Die Conchas

Conchas gibt es in verschiedenen Ausführungen. Standard sind doppelte Lederconchas, jedoch findet vor allem an Showsätteln auch metallene Conchas. An den Conchas verbunden sind auch die Tie Straps, mit denen man jedweden Ballast am Sattel befestigen kann. Conchas haben nicht nur eine optische Aufgabe, sie halten die Covers, das Skirt und den Sattelbaum zusammen.

 

Die Gurtung

Die Gurtung kann über zwei Methoden erfolgen. Geschichtlich wurde lange Zeit der Latigo Strap,  ein langer, ca. 5 cm Ledergurt, der ganz um den Pferdebauch reichte mit einem Krawattenknoten am Rigging Ring verschlossen . Das Nachgurten und natürlich der Aufbau unterm Schenkel, der durch den Krawattenknoten hervorgerufen wird, ist beim reiten eher nicht von Vorteil. Seit diesem Jahrhundert verwendet man daher vorwiegend eine alternative Gurtungsmethode . In jedem der beiden Front Rigging Rings wird ein kurzer, gelochter Latigo Strap (30-40 cm) befestigt. Ein Zwischenstück mit einer Schnalle auf beiden Seiten wird dann erst auf der einen, dann auf der anderen Seite an den Latigo Strap geschnallt. 

 

Die Passform

Ein Sattel muß für Pferd und Reiter bequem sein. Wie gut der Sattel auf einem Pferd liegt, hängt von der Winkelung der Bars sowie von der Position der Rigging ab. Generell kann man sagen, dass ein Sattel, unter dessen Auflagefläche das Pferd nach der Arbeit komplett, das heißt lückenlos naß ist, ein passender Sattel ist. Manche werden sagen, dass dies eine Wunschvorstellung ist die in der Realität nicht erreichbar ist, aber ich habe für meine Quarter Stute zwei Sättel gefunden, die genau diese Wunschvorstellung zur Realität machen. Der Sattel darf nicht auf dem Pferderücken wackeln, weder in die seitliche Richtung, noch in die senkrechte. Die Größen sind aus dem Absatz Sattelbaum zu entnehmen. meist merkt man erst nach einiger Zeit, dass der Sattel dem Pferd nicht richtig passt. Wachsen plötzlich auf dem Pferdrücken weiße Haare oder zuckt das Pferd beim Putzen, deutet dies auf Satteldruck hin. Verkauft in so einem euren Sattel und holt Euch einen neuen, entweder gebraucht oder wirklich neu. Euer Pferd wird's euch danken.

Der Western - oder Cowboysattel ist aus Haltbarkeits - und Bequemlichkeitsgesichtspunkten heraus entwickelt worden, abgesehen davon, daß er zugleich Werkzeug ist. Der Cowboy muß meist den ganzen Tag im Sattel verbringen, der Sattel muß also möglichst bequem sein. Da der Sattel höchster Beanspruchung ausgesetzt wird, muß er auch äußerst stabil sein. Westernsättel wurden nach und nach für die vielen unterschiedlichen Spezialgebiete entsprechend der großen Vielfalt an Disziplinen im Westernreiten gebaut, es gibt ihn also in vielen verschiedenen Variationen. Der Hauptvorteil des Westernsattels ist neben seiner Stabilität und Bequemlichkeit für den Reiter seine große Auflagefläche auf dem Pferderücken , wodurch bedingt eine optimale Verteilung des Reitergewichtes erfolgt. Pferde, die unter Englisch - Sätteln oder schlecht sitzenden Westernsätteln Rückenschmerzen - und Probleme bekommen haben , gehen unter einem optimal passendem Westernsattel oftmals wie befreit. Wie bei jedem anderen Sattel muß jedoch darauf geachtet werden, das der Sattel für das Pferd die optimale Passform besitzt.

Ein anderer Aspekt ist, das der Westernsattel aufgrund seiner Bauweise dem Reiter mehr Sicherheit bietet. Dazu tragen die schweren, großen Steigbügel , die keine Tendenz zum Herumflattern haben , immer an der selben Stelle hängen, eine gute Trittfläche bieten und dem Fuß erlauben jederzeit leicht herausgezogen zu werden in nicht unerheblichem Maße bei.

 

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